Taku Ku Kan Karate Dojo Wangen im Allgäu e.V.

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Karate Do

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Kalligraphie von Meister Gichin Funakoshi

Hatsuun Jindo" - "Lass die Wolken ziehen, gehe deinen Weg"

Hintergründe des Karate-Do


Seit mehr als fünfzig Jahren ist Karate bzw. Karate-Do in Europa als äußerst harte Form der Selbstverteidigung bekannt und Anfängern dieser Sportart wird häufig unterstellt, eine Art Schlägertyp zu sein.
Unterstützt wird diese öffentliche Meinung durch brutale Szenen in Filmen - zumeist aus fernöstlicher Billigproduktion -, wo "Gut" und "Böse" gegeneinander antreten sowie durch Demonstrationen, bei welchen das Zerschlagen harter Gegenstände durch die Handkante dominiert.

"Es gibt keinen ersten Angrff im Karate".

In Wirklichkeit ist Karate eine uralte Kampfkunst, die unter chinesischem Einfluss im Laufe mehrerer Jahrhunderte auf der Insel Okinawa entwickelt wurde und schließlich in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch Meister Gichin Funakoshi den Weg nach Japan fand.

Funakoshi war es auch der wesentlichen Anteil an der Neudefinition der Inhalte und Kriterien der Kampfkunst hatte und später den Namen "Karate-Do" einführte.

Karate richtig zu erlernen ist ein langwieriger Prozess. Benötigt wird ein hoher Grad an körperlicher und geistiger Selbstdisziplin sowie die Bereitschaft, sich in ein hierarchisch aufgebautes System einzuordnen.

Die Fortschritte eines Schülers lassen sich dabei an der Gürtelfarbe erkennen.

Doch auch der Schwarzgurt (Meistergrad) darf sich nicht der Gefahr aussetzen, sich ausruhen zu wollen und mit dem zufrieden zu sein, was er glaubt, schon erreicht zu haben.

Das Training des Karateka besteht im Wesentlichen aus drei Hauptelementen:

  • Kihon : grundschulmäßige exakte Abwehr- und Angriffstechniken


  • Kata : Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner nach festgelegten Formen


  • Kumite : Kampf (in verschiedenen Freiheitsgraden)


Alle diese drei Elemente sind gleich wichtig, und ein Training unter Auslassung oder Vernachlässigung eines dieser Bestandteile ist nicht denkbar.

Im klassischen Karate werden, im Unterschied zu vielen anderen Kampfsportarten, alle Angriffe trotz höchstem Einsatz wenige Zentimeter vor dem Körper des Gegners abgestoppt (Sun Dome). Durch tausendfaches Üben werden dadurch neben Technik, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer auch Körperschulung, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und Achtung vor dem Leben und der Gesundheit des Mitmenschen entwickelt.
Karate vermittelt daher auch Werte, die eine Grundlage für das Zusammenleben in einer Gesellschaft darstellen.

Ein Ziel im Karate ist das Streben nach körperlicher und geistiger Perfektion.

"Das Gefühl, wenn das Können eine neue Stufe erreicht hat, durchrieselt einen warm. Dieses Gefühl kommt in Wellen, dazwischen stirbst du tausend Tode" (Sensei Hideo Ochi)


Wichtig bei allen Hauptelementen sind Kampfgeist und das Ziel, den Gegner mit einer Technik
(IPPON) - im Ernstfall gäbe es nur die "eine Chance" - außer Gefecht zu setzen.

Kata und Kumite (als Freikampf) werden auch bei Wettkämpfen praktiziert. Allerdings besteht hier in dem Streben, sichtbare und messbare Leistungen zu erzielen, eine Gefahr für die Entwicklung des Karate.

Die Spezialisierung auf die "eine Technik", welche Erfolg verspricht, ein Training, das nur jenes umfasst, was "in" oder angenehm ist, führt zu einer Verarmung des Karate und wird auf Dauer nicht zur eigenen Charakterbildung im positiven Sinne beitragen.

"Nicht der Sieg über den Gegner ist das oberste Ziel, sondern richtiges Verständnis und Gebrauch von Karate sowie die Entfaltung der eigenen Möglichkeiten". (JKA - Japan Karate Association).

"Karate üben heißt, ein Leben lang arbeiten. Darin gibt es keine Grenzen."

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